Wir leben auf Kosten der Ressourcen unseres Planeten – und irgendwann werden die Ressourcen, die uns heute noch gefühlt in Fülle zur Verfügung stehen, aufgebraucht sein. Es ist also eine Frage der Zeit, bis wir die Knappheit deutlich spüren. In manchen Bereichen ist das bereits jetzt schon der Fall und in anderen werden erst künftige Generationen mit dem Problem der Ressourcenknappheit konfrontiert sein. Ökologische Nachhaltigkeit ist also eine Notwendigkeit, die darauf abzielt so zu leben, dass auf Dauer nur die Ressourcen verbraucht werden, die im selben Zeitraum auch wieder nachwachsen können. 

Ökologischer Fußabdruck
Der ökologische Fußabdruck ist eine Messgröße, die den Flächenbedarf eines Menschen beschreibt. Das beinhaltet den Platz, den alle natürlichen Ressourcen benötigen, die wir für Essen, Wohnen, Reisen usw. verbrauchen, aber auch den Platz, den die Natur benötigt, um unsere Abfälle abzubauen. 

In Österreich brauchen wir durchschnittlich 5,31 Hektar pro Person. Im Vergleich dazu: In den USA hinterlässt eine Person durchschnittlich einen ökologischen Fußabdruck von 8,0 Hektar. Der Fußabdruck beschränkt sich jedoch auf die Fläche, die von der Landwirtschaft genutzt werden kann und auf die nutzbare Meeresfläche für Fischerei. Nicht verwendbare Flächen wie Wüsten oder Gebirge werden als neutral gerechnet. 

Nimmt man nun die gesamte nutzbare Fläche der Welt als gegebene Größe an, so bleiben pro Person rund 1,7 Hektar. Und genau hier erkennt man, ohne ein Mathegenie sein zu müssen, das geht sich nicht ganz aus. Wir leben ganz klar über unsere Verhältnisse. Wenn alle zusammen soviel Fläche benötigen, wie wir durchschnittlich in Österreich, bräuchten wir drei Erden, um auf Dauer den Bedarf zu decken.  Hier kann nur eine radikale Kehrtwende das Manöver der Wahl sein. Wir Menschen müssen umdenken. Auf der Seite Mein Fußabdruck.at des österreichischen Bundesministeriums kann man selbst ausrechnen, wie groß der eigene Fußabdruck ist und damit bewusst eine Kursänderung im Konsumverhalten, der eigenen Mobilität und dem Umgang mit natürlichen Ressourcen einschlagen. 

Auswirkung von Ressourcenknappheit
Die Ressourcenknappheit unserer Welt, hat fatale Folgen für die Menschheit. Die Erde wird immer heißer, der Meeresspiegel immer höher, wir haben vermehrt mit Naturkatastrophen zu kämpfen und das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich steigt. Und das sind nur einige der Auswirkungen, die eine Ressourcenknappheit mit sich bringt.

Wie können Ressourcen gespart werden?
Es gibt mehrere Möglichkeiten wie Ressourcen in Zukunft gespart und geschützt werden können. Eine davon ist, nicht erneuerbare Reserven durch nachwachsende Alternativen zu ersetzen. Denn Rohstoffe, die nicht nachwachsen, können nicht nachhaltig genutzt werden. Deshalb sind fossile Rohstoffe von Grund auf nicht nachhaltig, weil bei nicht erneuerbaren Rohstoffen die Geschwindigkeit des Verbrauches die Geschwindigkeit der Regeneration übersteigt. Somit müssen z.B. Eisen und Aluminium oder auch Gesteine wie Sand und Kies in Zukunft durch nachwachsende Ressourcen, wie Holz, Naturfasern oder auch Pflanzenöle ersetzt werden. Ressourcen müssen aber nicht nur gespart werden, sondern auch in vielerlei Hinsicht geschont. So hilft z.B. die Biodiversität in der Landwirtschaft Schäden am Ökosystem zu vermeiden.

Auch die Steigerung der Energieeffizienz hilft die verwendeten Rohstoffe so wirkungsvoll wie möglich zu verwenden. Das kann jeder einzelne genauso wie die globale Wirtschaft. Häuser, Autos oder Produktionsprozesse mit einem geringerem Energieverbrauch schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch die finanziellen Ressourcen. Es geht also oft um die Kundennachfrage, die eine bedeutende Rolle spielt. Besteht nämlich eine hohe Nachfrage an ökologisch, unbedenklichen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen, ist der Markt gezwungen, Produkte, die diese Bedürfnisse befriedigen, anzubieten. Auf der Seite bewusstkaufen.at gibt es z.B. viele nützliche Informationen, wie man das eigene Konsumverhalten nachhaltiger gestalten kann. Bei all den Angeboten wird eines klar: Ökologische Nachhaltigkeit ist keine so große technische Herausforderung mehr, es ist vielmehr ein Umdenkprozess. Jede/r Einzelne genauso, wie die gesamte globale Wirtschaft und auch politische Institutionen sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen. Natürliche Ressourcen dürfen in Zukunft nur so benutzt werden, wie sie auch kontinuierlich nachwachsen können.  Es ist dies ein gemeinsamer Weg und es braucht viel Öffentlichkeitsarbeit, um den Kurs neu auszurichten. Auch unsere Plattform NUGnet hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nötigen Informationsangebote zu bieten und Handlungsalternativen aufzeigen, damit Menschen in der Lage sind ihren eigenen nachhaltigen Weg zu finden. Denn nur gemeinsam retten wir unsere Erde.

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

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.NUGNET Redaktion Umwelt und Nachhaltigkeit