Das Wort Sport löst unterschiedlichste Emotionen aus. Es gibt die einen, die es bevorzugen möglichst wenig davon zu betreiben und die anderen, die nicht genug davon bekommen können. Aber was genau ist es, das die Faszination Sport ausmacht?
Es sind viele Aspekte. Sportliche Betätigung bringt Körper und Geist zusammen ins Hier und Jetzt. Der Puls erhöht sich, das Blut schießt durch die Adern, die Atmung wird tiefer und jede Zelle wird mit Sauerstoff und Energie versorgt. Glückshormone werden freigesetzt. Und nicht nur das, wenn wir an Gruppen- oder Teamsport denken, werden auch noch soziale Aspekte bedient. Wir können uns gegenseitig zu Höchstleistungen anspornen, im Wettkampf miteinander vergleichen und als Team Erfolge feiern. Selbst wenn es eine Niederlage zu verzeichnen gibt oder man verletzungsbedingt nur auf der Bank sitzt, so ist es das Gefühl von Gemeinschaft, das uns alles besser aushalten lässt. Damit ist Sport die wohl beste Erfindung aller Zeiten, um sich gesund, fit und glücklich zu halten. Wie können wir nun bei all den positiven Auswirkungen auf uns Menschen darauf achten, dass anderes nicht darunter leidet? Wie geht Sport und Nachhaltigkeit zusammen?

Was bedeutet nachhaltiger Sport?
Nachhaltiger Sport bedeutet in erster Linie auf Belastungsgrenzen zu achten. Nicht nur auf die des eigenen Körpers. Im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit geht es vor allem um die Erhaltung von natürlichen Lebensräumen, die Belastung durch zahlreiche Veranstaltungen von sportlichen (Groß-)Events, auch um die Herstellung von Sportartikeln und Sportbekleidung. Wie kann es denn nun gelingen, dem Lieblingssport nachzugehen und dabei trotzdem ein zukunftsorientiertes, umweltgerechtes und soziales Bewusstsein an den Tag zu legen? Wir haben einige Beispiele und Anregungen für Sie zusammengefasst.

Outdoor Sport und Nachhaltigkeit
Sport im Freien erfreut sich immer mehr an Beliebtheit. Ob Wandern, Laufen, Walken, Klettern, Biken oder Schi- und Snowboardfahren, es gibt unzähliche Arten von Bewegung und Sport in der freien Natur. Eine Orientierungshilfe, wie umweltfreundlich diese und noch viele mehr Sportarten sind, findet man auf dem Infoportal natursport.info. Es werden auch zu knapp 40 Sportarten Verhaltensregeln, Anforderungen und Auswirkungen auf Natur, Tiere und Lebensräume erklärt. Besonders interessant sind die „good practice“ Beispiele. Sie zeigen nachhaltige, internationale Veranstalter, umweltfreundliche Touren der jeweiligen Sportarten und innovative Ideen sowie jede Menge Inspiration, um neue Sportarten für sich zu entdecken.

Sportveranstaltungen und Nachhaltigkeit

Bei den meisten Sportveranstaltungen werden Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt, diese haben eine nachweislich und hinlänglich bekannte negative Auswirkung auf die Umwelt. Die CO2 Belastungen entstehen durch unterschiedliche Faktoren, wie z.B.: den Energieverbrauch, den Bau der Sportstätten und die Verpflegung. Der Großteil wird jedoch durch die Mobilität, also die An- und Abreise der SportlerInnen sowie der BesucherInnen der Veranstaltung, verursacht. Aus diesem Grund gelten die meisten Tickets bereits als Gratisfahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel rund um den Veranstaltungsort. Damit wird ein wertvoller Beitrag geleistet.

Es gibt aber auch Sportveranstaltungen, die es schaffen kaum bis keine Treibhausgase auszuschütten oder zumindest die Verursachten zu kompensieren. Man bezeichnet sie als klimaneutral. Im Bereich von Großveranstaltungen ist dies erstmal 2006 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland gelungen.

Um einen umweltfreundlichen Sportevent zu planen und zu organisieren, helfen die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichen für Green Events. Ein Kriterium lautet zum Beispiel, dass Pokale und Medaillen aus umweltfreundlichen Materialien wie Holz oder recycelten Materialen hergestellt werden. Und auch umweltfreundliche und nachhaltige Alternativen als Preise, wie z.B. regionale Lebensmittel oder Gutscheine, um die regionale Wirtschaft zu unterstützen, sind eine gute Möglichkeit, um für mehr Nachhaltigkeit im Sport zu sorgen. Um sich als Verein selbst besser einzuschätzen, gibt es auf der Seite Nachhaltiger Sport des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, die Möglichkeit eines „Selbsttests“. Anhand dessen kann man auch Ziele formulieren, um künftig das Thema Nachhaltigkeit und Sport im eigenen Verein voranzutreiben.

Sportartikel und Nachhaltigkeit
Sportartikel jeglicher Art, ob Geräte, Bekleidung oder Accessoires, müssen heutzutage nicht mehr nur funktional, praktisch und modisch sein. Es wird immer wichtiger, dass der gekaufte Artikel eine transparente und nachhaltige Wertschöpfungskette vorweist, hinter der soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein stehen. Um dies zu gewährleisten, gilt es ökologische Standards zu erfüllen und nachhaltiges Wirtschaften zu unterstützen.

Sportartikelhersteller sind also einem immer stärker werdenden Innovationsdruck ausgesetzt. Bei einem nachhaltigen Sportartikel geht es nicht primär nur um das Material, sondern auch um die faire Produktion. Das Ziel ist, den Lebenszyklus und Herstellungsprozess eines Produktes bei bestmöglicher Qualität so zu optimieren, dass die Umweltbelastung auf ein Minimum reduziert werden kann. Einige nachhaltige Sportartikelhersteller im Bereich Bekleidung findet man hier.

Es kann also viel rund um das Thema Sport und Nachhaltigkeit unternommen werden. Ob im Kleinen oder auch im Großen. Es braucht lediglich die Bereitschaft sich zu informieren und etwas beitragen zu wollen. Und obendrein, das Gute am Gutes tun ist: der Spaß bleibt dabei nicht auf der Strecke! 

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

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