Neun Vorsätze für deinen veganen und nachhaltigen Alltag.

Für 2021 schon Vorsätze gefasst? Brauchst du nicht? Na klar! Du weißt schon längst, dass du nachhaltiger im Alltag sein willst. Und am besten noch vegan. Was also hält dich davon ab? Der Anfang! Meine Anfängertipps erfährst du hier. Los geht’s:

 

Tipp1: 12 x 1 = eine nachhaltige Sache pro Monat. 

66 Tage! So lange dauert es, um mit ungeliebten Gewohnheiten zu brechen. Aber eben auch: neue Gewohnheiten anzunehmen. Das bedeutet: Deinen  innerlichen Kleinkrieg musst du genau 66 Tage mit dir führen, damit neue Gewohnheiten zur Routine werden. Klingt anstrengend? Besser als „Ab 1.1. lebe ich nachhaltig!“. Denn da ist der Frust schon vorprogrammiert. Und was ist so schlecht an Schritt für Schritt und Monat für Monat? 

Tipp 2: Weniger ist mehr. Zumindest beim Konsum. 

60 kg an Kleidung – so viel shoppen wir jährlich. Denn: Shoppen macht glücklich, oder? Doch. Das ist so eine Sache mit den Endorphinen. Wie also kannst du das Glückshormon austricksen? Und welche Fragen solltest du dir stellen, wenn sich der Shopaholic in dir zu Wort meldet. 

  • 1. Brauche ich das Kleidungsstück jetzt wirklich?
  • 2. Ersetze ich mit diesem Kleidungsstück etwas, das ersetzt werden müsste? Oder ist es etwas Neues?
  • 3. Was weiß ich über die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen der Rohstoff angebaut und das Kleidungsstück hergestellt wurde? Ist es nachvollziehbar und für mich vertretbar (Fairtrade, BIO, GOTS)

Bist du dir nach diesen Fragen noch unsicher: Lege das Kleidungsstück besser zurück. Denkst du nach einer Woche noch immer daran, dann lohnt sich der Kauf unter Umständen. Vielleicht wirst du es aber auch vergessen haben. 🙂 

Tipp 3: Fixstarter für Zwischendurch.

Egal ob gemütlicher Stadtspaziergang oder gestresster Einkaufsbummel – ein paar Snacks und eine Trinkflasche mit Leitungswasser sollten in keiner Handtasche fehlen. Denn gerade wenn der große Durst oder der kleine Hunger kommt, steigt die Versuchung, eine Plastikflasche oder etwas Verpacktes zu kaufen. Bio Nüsse oder eine Fair Trade Banane für Zwischendurch sind also die besten Wegbegleiter. 

Tipp 4: Bedürfnis nach Nähe.

Ganz spontan – An was denkst du bei dem Wort Regionalität? Lass mich raten: Lebensmittel. Wenig überraschend bist du damit nicht alleine. Mehr als 90 Prozent der Konsument:innen denken bei Produkten aus der Region an Lebensmittel. Doch. Es gibt sie: regionale Möbel, Kleidung oder auch Kosmetik. Was gut für die Wertschöpfung in der Region ist. Plus. Sie legen kurze Transportwege zurück, was gut für die Umwelt ist.

Tipp 5: Regional & Saisonal.

Dass Regionalität zu den Top 3 Kaufkriterien zählt, wusstest du. Wusstest du aber auch, dass der Begriff „Region“ nicht einheitlich definiert und daher sehr dehnbar ist. Ob 30 km, 50 km oder 100 km – das entscheidet der Hersteller oder Händler selbst. Was also tun? Überzeuge dich selbst. Und kauf direkt beim Erzeuger ein. Viele Landwirt:innen bieten regionale Bio-Kistl, die gemütlich bist nach Hause gebracht werden. Oder. Kauf im Hofladen. Dort findest du neben leckerem Obst, frischem Gemüse oftmals oder auch vegane Aufstriche. So kannst du dir ganz sicher sein, dass es sich um saisonale Lebensmittel handelt. Das schmeckt also nicht nur gut, sondern schafft Wertschöpfung in der Region und reduziert den Transport- und Lageraufwand.

Tipp 6: Gut verpackt ist unverpackt.

Ach, wie schön – es ist Wochenende! Zeit für den Wochenmarkt. Nicht nur, dass der Besuch auf einem Wochenmarkt immer wieder ein geselliges Erlebnis ist, man bekommt alle Lebensmittel ohne Verpackung. Plus. Kannst du dir deine Sojamilch in dein eigenes Glas abfüllen lassen. Der Rest kommt in die mitgebrachte Dose oder wird in das vegane Wachstuch eingewickelt. 

Tipp 7: Echt praktisch: Die Stofftasche. 

Ob der Fair Trade Jutebeutel oder das Gemüsenetz – auch die Produktion der nachhaltigsten Materialien und Taschen benötigt Ressourcen. So sagt man: Ein Stoffbeutel sollte über 100 Mal verwendet werden, damit sich die Produktion gelohnt hat. Aus nachhaltiger Sicht! Also Beutel möglichst klein falten, Gummi drum und ab in die Handtasche. So ist er jederzeit griffbereit. 

Tipp 8: Palmöl? Nicht für mich.

Ganz ehrlich – wer will schon Palmöl? Ist mittlerweile allgemein bekannt, dass für die Herstellung der Regenwald in Indonesien abgeholzt wird. Traurig, aber wahr: Palmöl ist DAS Pflanzenöl! Und beinahe jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält Palmöl. Egal ob Kosmetika, Reinigungs- oder Lebensmittel. Besonders beliebt im Nutella! Was also tun? Lade dir die APP Codecheck auf dein Handy. Scanne den Strichcode des Produkts des Begehrens und erfahre, ob es Palmöl enthält. 

Tipp 9: Hausmittel statt Putzmittel.

Ein Hoch auf Essig, Soda, Natron und Zitronensäure. Gemeinsam ersetzen die Hausmittelchen beinahe jedes chemische Reinigungsmittel. Was gut für unserer Gesundheit, aber auch unsere Umwelt ist. Noch dazu sind sie vegan und 100% tierversuchsfrei. Das können Wasch- und Reinigungsmittel nicht von sich behaupten. Noch dazu ersparst du dir dadurch einiges an Geld.

Der Weg ist das Ziel.

All das ist ein Prozess. Niemand wird über Nacht zur/m Nachhaligkeitsexpert:in. Dennoch – so glaube ich: Es ist eine gute Sachen wenn wir uns etwas vornehmen. Und auf uns vertrauen. Und es ist genauso gut, wenn wir daran scheitert. Und dafür bewundere ich jeden Einzelnen, der es 2021 wieder versuchen wird. Und wieder auf sich Vertraut. Und wieder. Wieder. Wieder. Wichtig ist: Mit Begeisterung dabei zu sein, Spaß an der Umstellung zu haben und sich von Menschen und Dingen inspirieren zu lassen. So hoffe ich, dass dieser Artikel einen kleinen Beitrag leisten kann.

 

Auf ein gutes Neues. Auf ein nachhaltiges Neues.

Autor: © Nadina Ruedl
FotoCredits Foto: © pixabay.com, © Ruedl

  Nadina Ruedl – Liebe Grüße, ICH – Vegan. Mehr als nur Essen.

Österreich
Social Sharing

Pin It on Pinterest

Leben Lifestyle Neues Ich im neuen Jahr 2021?