Home sweet home! Ach, was gibt es Schöneres, als nach einem langen Tag nachhause zu kommen. Da hat der Spruch „Zuhause ist kein Ort, sondern ein Gefühl“ absolute Berechtigung. Denn die meisten Menschen erleben ihr eigenes Zuhause als einen Rückzugsort vom stressigen Alltag. Es wird viel Zeit und auch Geld in die eigenen vier Wände investiert, um sich wohl zu fühlen. Wie und womit das Zuhause eingerichtet und gestaltet wird, hat im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit eine große Bedeutung.

 

Nachhaltige Möbel fürs Leben

Kaufte man vor 50 Jahren noch Möbel fürs Leben, so verhielt sich das 20 Jahre später bereits anders. Man begann in Lebensabschnitten zu denken, Ideen für kleinste Raumkonzepte zu entwickeln und die zunehmende Mobilität der Menschen, zwang sie zu billigen, praktikablen und einfachen „Übergangslösungen“. Von Möbel fürs Leben war da keine Rede mehr. Der Boom, die eigenen Möbel selbst zusammenzubauen, hat Einrichten sogar zu einem Hobby für viele gemacht. Jährlich steigt der Möbelkonsum um knapp 150%. Große Möbelhäuser und Ketten locken mit billigen Preisen und zusätzlichem Ausverkauf das ganze Jahr über. Nicht immer ist billig auch zwangsläufig ein Indikator für eine geringe Lebensdauer der Produkte, in jedem Fall aber Gegenläufig zum Thema Nachhaltigkeit.

 

Wann ist ein Möbelstück nachhaltig?

Es gibt einige Kriterien, die nachhaltige Möbel erfüllen müssen. So gibt es z.B. bei Holz verschiedene ÖKO-Kriterien und Kennzeichen, die sicherstellen, dass die Waldbewirtschaftung und Holzverarbeitung nachhaltig betrieben wird und der gesamte Wertschöpfungsprozess bis zum Kunden ökologisch und sozialverträglich ist.  Viele Hersteller achten darauf von z.B. den Prüfstellen PEFC, FSC zertifiziert zu werden. Aber auch andere Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Baumwolle, Naturfilz, Hanf, Leinen, Jute oder Bambus finden immer mehr Verwendung. Jedoch reicht es nicht nur nachhaltige Rohstoffe zu verwenden. Auch bei der Verarbeitung von begleitenden Materialien, wie Kunststoff und Metall, gilt es diese möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus sind kurze Transportwege ebenfalls ein Kriterium, wenn es um nachhaltige Möbel geht. All das hat natürlich seinen Preis. Und seinen Wert. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das wohlige Gefühl in seinem Zuhause. Denn je weniger schadstoffbelastetet Gegenstände einen Raum füllen, umso besser können Holz und natürliche Materialien das Klima im Haus und natürlich das außerhalb des Hauses positiv beeinflussen. Es ist zum Glück ein neuer Trend entstanden, wie auch in allen anderen Branchen, die Nachhaltigkeit als Chance erkannt haben. Der Trend zu Möbel für ein Leben in Gesundheit und in Harmonie mit der Natur. Dank der Kreativität der Designer bleibt die Optik bei all der Umweltverträglichkeit nicht auf der Strecke. Einige nachhaltige Möbelhersteller und Möbelhäuser finden Sie hier.

 

Nachhaltige Wandfarben

In den meisten herkömmlichen Wandfarben sind Inhaltsstoffe enthalten, die sowohl unserer Gesundheit als auch der Umwelt schaden. Inhaltstoffe, die man vermeiden sollte, sind Weichmacher, Lösungsmittel und Konservierungsstoffe. Um beim Kauf von Wandfarbe zu erkennen, ob diese schädlich für die Gesundheit oder Umwelt sind, gibt es wiederum Zertifizierungen, die die Auswahl erleichtern. So z.B. kennzeichnet das Siegel „Der Blaue Engel” oder das EU Ecolabel Farben, die frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sind. Ein führender Hersteller von Naturfarben und ökologischen Anstrichstoffen ist die AURO Pflanzenchemie AG. Ein Unternehmen, dessen Gründer auch gleichzeitig Initiator der „Chemiewende“ ist. Das Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, Wandfarben nach der ganzheitlichen Betrachtung, von der Entstehung und Gewinnung der Rohstoffe bis zur Entsorgung, nach den Kriterien der Nachhaltigkeit zu produzieren.

 

Nachhaltiger Umgang mit Energie

Energiesparen ist ein Bereich im nachhaltigen und verantwortungsvollen Handeln, der einerseits die Umwelt schützt und auch gleichzeitig Kosten reduziert. Ein weiterer Vorteil ist, dass vieles davon sehr einfach umzusetzen ist. Denn ein Großteil der Energie lässt sich schon durch die effizientere Nutzung von Haushaltsgeräten und einigen kleinen Verhaltensänderungen einsparen, ohne dabei vorab zusätzliche Investitionen tätigen zu müssen. Einige Beispiele hierfür sind:

  • Raumtemperatur senken 
    Wenn die Raumtemperatur nur um 1 Grad gesenkt wird, kann man bereits 6% an Heizenergie einsparen. 
  • Temperatur senken beim Waschen
    Schon bei einem Waschgang mit 30 Grad Celsius werden durch übliches Waschmittel 99% der Bakterien entfernt. Außerdem spart ein Waschgang mit 30 Grad 50% der Energie.
  • Effizient Kochen
    Ein Topf sollte immer die Größe der Herdplatte haben, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Mit einem Wasserkocher spart man 60 – 80% Energie im Vergleich zum Elektroherd.
  • Glühlampen gegen Energiesparlampen tauschen
    Die Beleuchtung eines Haushaltes macht knapp 10% des Stromverbrauches aus. Durch den Tausch von Glühlampen zu Energiesparlampen kann einiges an Strom gespart werden. 

Auf der Seite topprodukte.at findet man weitere interessante Energiespartipps und besonders energiesparende Haushaltsgeräte. 

 

Nachhaltiger Umgang mit Wasser

Nicht nur Strom, sondern auch Wasser kann mit wenigen Handgriffen oder Verhaltensänderungen eingespart werden. Besonders die Vorstellung, dass es sich um Trinkwasser handelt lässt viele bereits umdenken. Spätestens nach der Rückkehr aus einem Urlaub in einem Land, wo die Wasserreserven knapp sind und es Trinkwasser nur in Flaschen zu kaufen gibt, wird einem bewusst, in welchem Überfluss wir Wasser haben. Damit das auch so bleibt, ist ein bewusster Umgang mit der Ressource Wasser ein wichtiger Beitrag, wenn es um Wohnen und Nachhaltigkeit geht. Einige Beispiele, wie es leicht gelingt Wasser zu sparen: 

  • Duschen statt Baden
    Ein Vollbad braucht ungefähr dreimal so viel Wasser wie eine Dusche von fünf Minuten. 
  • Wassersparender Duschkopf und Sparbrause
    Ein wassersparender Duschkopf und Sparbrausen können den Wasserverbrauch um die Hälfte auf etwa 6 Liter pro Minute senken. 
  • Geschirrspüler statt mit der Hand
    Moderne Geräte brauchen im Schnitt nicht mehr als 6 – 11 Liter pro Waschgang. Mit der Hand abzuwaschen braucht um eine vielfaches mehr.
  • Regenwasser für WC-Spülung
    Bei der WC Spülung kann mit Sparspülkästen Wasser eingespart werden. Auch ein Urinal verbraucht deutlich weniger. Besonders Ressourcen schonend sind Spülungen mit Regenwasser.

Hat man also nicht die Möglichkeit von Anfang an sein Zuhause nachhaltig bauen zu lassen, so gibt es dennoch viele Möglichkeiten mit den gegebenen Möglichkeiten viel beizutragen, um einen grünen Fußabdruck beim Thema Wohnen und Nachhaltigkeit zu hinterlassen.

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

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