Das Wohlbefinden eines Menschen definiert der Duden als „gutes körperliches und seelisches Befinden“. Wenn also jemand um das Wohlbefinden eines anderen bemüht ist, so ist das eine ziemlich große Aufgabe. Und genau dieser Aufgabe widmet sich die WHO (World Health Organisation). Im Rahmen der 9. Globalen Konferenz zur Gesundheitsförderung stand das Thema Wohlbefinden im Fokus der Überlegungen und auch in welchem Zusammenhang es zum Thema Gesundheit steht. Es ging vorrangig darum, welchen Stellenwert Gesundheit und Wohlbefinden für das Erreichen von nachhaltigen Entwicklungszielen hat, zu denen sich die Vereinten Nationen in der Agenda 2030 einigten. Kaum zu glauben, dass etwas so Persönliches wie das subjektiv empfundene Gefühl des Wohlbefindens, auf so hoher Ebene als Priorität wahrgenommen wird.  Das ist bei genauerer Betrachtung jedoch einfach nachvollziehbar. In der Agenda 2030 werden 17 Ziele formuliert, die alle im Einklang mit wirtschaftlichem Fortschritt, sozialer Gerechtigkeit und ökologischen Aspekten stehen. Entwickelt wurden diese Ziele auf Basis von fünf handlungsleitenden Prinzipien, den 5Ps – People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership. Und genau da spielt das Wohlbefinden eine ganz große Rolle. Wenn in einer Gesellschaft auf Menschen, Umwelt, Wohlstand, soziale Gerechtigkeit, Frieden und partnerschaftliches Handeln geachtet wird, dann steigen die Chancen auf individuelles Wohlbefinden. Fühlt sich jeder einzelne wohl, ist körperlich und seelisch gesund, so lassen sich damit die nachhaltigen Entwicklungsziele parallel erreichen. Das eine bedingt das andere.

Der größte Wunsch ist gesund zu bleiben
Möglichst lange ohne gesundheitliche Probleme leben – das ist der größte Wunsch der meisten Menschen. Dank des gut ausgebauten Gesundheitssystems in Österreich, liegt die Lebenserwartung in unserem Land mittlerweile bei einer der höchsten der OECD-Länder. Jedoch sind es die gesunden Lebensjahre, die den entscheidenden Faktor ausmachen. Hier liegt Österreich mit knapp 60 Jahren, in denen wir uns an guter Gesundheit erfreuen können, nur im internationalen Durchschnitt.

Die körperliche und seelische Gesundheit der Weltbevölkerung kann aber nicht getrennt von der Gesundheit unseres Planeten gesehen werden. Einer der aussagekräftigsten Indikatoren, ob die nachhaltigen Entwicklungsziele der Agenda 2030 erreicht werden können, ist die Gesundheit der Menschen. Das Ziel ist es also, allen Mitgliedern einer Gesellschaft, in nachhaltiger und fairer Weise ein »gutes Leben« zu ermöglichen, um in eine gesunde Zukunft für Mensch und Planet zu steuern.

Wie kann Wohlbefinden erreicht werden?
Ein körperlich und seelisch gesundes Leben für die Weltbevölkerung braucht viel Engagement auf globaler, nationaler, regionaler und individueller Ebene. Gesunde Menschen bilden die Grundlage für eine erfolgreiche und glückliche Population. Es ist z.B. gelungen, in ein paar der ärmsten Ländern der Welt, das Gesundheitssystem so zu verbessern, dass eine Einkommenssteigerung von 24 % erreicht wurde. Dies wiederum führt zu mehr Wohlstand. Wohlstand korreliert mit Sicherheit und Frieden, was in weiterer Folge zu seelischem und körperlichem Wohlbefinden beiträgt.

Damit alle Menschen in Zukunft einen Zugang zu einem Gesundheitssystem mit hohem Standard haben, bedarf es noch vieler Schritte. Die Erkenntnis, dass dies zum Wohle aller ist, und ein wichtiger Baustein für umfassende Veränderungen ist, ist glücklicherweise schon weit verbreitet. Organisationen wie z.B. Ärzte der Welt setzen sich für das Menschenrecht auf körperliche und geistige Gesundheit ein und agieren weltweit.

Was kann jede/r Einzelne tun?
Für das ganz persönliche Wohlbefinden kann jede und jeder selbst viel tun. Das reicht von gesunder Ernährung, viel Bewegung, ausreichend Schlaf und zahlreichen Bemühungen zur aktiven Gesundheitsvorsorge, bis hin zu einer generell positiven Lebenseinstellung. Denn die Psyche ist eine große Einflussgröße auf das körperliche Wohlbefinden. Wer auf seinen emotionalen Gesundheitszustand achtet und sich regelmäßig im Austausch auch mit anderen um das Seelenheil kümmert, wird auf lange Sicht sein Wohlbefinden steigern und bis ins hohe Alter erhalten können. Selbst der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire war der Meinung: „Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“ Es scheint also auch einen Zusammenhang zwischen Glücksempfinden und Wohlbefinden zu geben. Was kann also erstrebenswerter sein, als glücklich, gesund und im Einklang mit Natur und Mitmenschen zu leben? Und ist es nicht überraschend einfach, einen so wichtigen Beitrag für Nachhaltigkeit zu leisten, indem man auf die Gesundheit und das Wohlbefinden achtet.

 

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

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