Mobilität steht für viele Menschen für Freiheit. Wenn es also um das eigene Auto geht, sind einige dem Thema Nachhaltigkeit gegenüber nicht mehr ganz so offen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie man sich nachhaltig fortbewegen kann, mit und ohne Auto. Denn nachhaltige Mobilität hat zum Ziel, den Schadstoffausstoß zu vermindern, nicht aber völlig zu vermeiden. Das ist so gut wie unmöglich. Außerdem kann unsere Umwelt, eine bestimmte Dosis an Schadstoffen durch natürliche Kreisläufe selbst bewältigen. Wie also gelingt es die Schadstoffe zu vermindern, die Freiheit zu erhalten und ein gutes Mittelmaß zu finden? Es braucht einen Mix aus mehreren Maßnahmen.

Carsharing und Mitfahrgelegenheiten
Ein Auto ist teuer, sowohl in der Herstellung, als auch in der Erhaltung und Nutzung und zu guter Letzt auch in der Entsorgung. Werden also generell weniger Autos produziert, weil man sich Autos teilt, dann ist schon viel Gutes passiert. Carsharing heißt die tolle Erfindung, die mittlerweile in vielen Großstädten zu einem absoluten Trend geworden ist. Man spart Geld, vermindert den CO2 Ausstoß, verbraucht weniger Parkplätze und schafft dadurch Raum für mehr Grünflächen in der Stadt. Eine absolute WIN-WIN Situation. Auch immer mehr Initiativen außerhalb von Städten haben dieses Konzept für sich entdeckt. Auf der Seite Mobil am Land findet man zahlreiche Möglichkeiten für Carsharing. Für den städtischen Bereich liefert die Seite Umweltberatung eine gute Liste. Darüber hinaus gibt es hier auch Angebote für Plattformen, die Mitfahrgelegenheiten organisieren. So z.B. werden auf foahst mit und greendrive Fahrten angeboten oder gesucht. Das Prinzip ist gleich wie beim old school autostoppen, nur dass man dazu nicht mehr den Daumen braucht, sondern alles bequem per Klick funktioniert.

E-Mobilität
Nachhaltige Mobilität wird vor allem mit E-Mobilität assoziiert. Das Ziel dieses Konzepts ist nicht den Verkehr zu reduzieren, sondern die Schadstoffbelastung zu minimieren. Wenn also schon mit dem eigenen PKW, dann mit einem umweltfreundlicheren Gefährt. Kritikpunkt bei der E-Mobilität ist nach wie vor die Herstellung des Akkus, die nicht klimafreundlich ist. Dennoch haben E-Autos und E-LKWs in Summe eine bessere Umweltbilanz, als jene mit Verbrennungsmotor. Um die E-Mobilität massentauglich zu machen, bemüht sich der Bundesverband für Elektromobilität in Österreich. Seit 1. Juli 2020 gibt es eine vielversprechende Offensive zur Förderung von E-Mobilität und auch die Akzeptanz in der Bevölkerung steigt immer mehr.

Schienenverkehr für Personen- und Gütertransport
Der Schienenverkehr ist die umweltfreundlichste Art um Personen und Güter von A nach B zu bringen. Dennoch nimmt der LKW-Gütertransport stetig zu und nur ein Drittel der Transporte erfolgt auf den Schienen. Dabei verursacht jede transportierte Tonne auf den Schienen um durchschnittlich 15 mal weniger CO2-Emmissionen als auf der Straße. Der Grund warum der Umstieg vom LKW auf den Zug nicht so gut gelingt, hat ökonomische und verkehrspolitische Hintergründe. Solange es steuerliche Begünstigungen für Dieseltreibstoff gibt, keine LKW-Maut auf allen Straßen und keine einheitliche Regelung innerhalb der EU für den Schienenverkehr, solange wird die Straße für viele Unternehmen lukrativer und attraktiver bleiben. Dennoch braucht es den Umstieg, um die Klimaziele vom Pariser Übereinkommen zu erreichen. Daher investieren viele Staaten enorme Summen in den Ausbau des Schienennetzes und das zur Freude vieler Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer. Jährlich werden in Österreich 2.260 Kilometer pro Person mit Zug, Straßenbahn oder U-Bahn zurückgelegt. Das ist weit über dem Durchschnitt der EU von 1.130 Kilometern.

Die nachhaltigste Variante – das Fahrrad
Die wohl gesündeste Art für Mensch und Natur sich fortzubewegen ist das Fahrrad. Es erfreut sich zunehmender Beliebtheit und erlebt gerade auch durch E-Bikes wieder eine Renaissance. Nicht nur hierzulande, auch auf der ganzen Welt ist das Fahrrad Transportmittel Nr. 1. Wer kein eigenes Fahrrad hat, kann sich Fahrräder ausborgen. Zahlreiche Public Bike-Sharing Systeme sind seit vielen Jahren erfolgreicher Bestandteil für die Steigerung des Radverkehrs in Städten. Alle Infos für Wien gibt es auf Wien.Info und für ganz Österreich auf Nextbike.at. Wer für seinen nächsten Urlaub schon planen möchte, um dort mit dem Fahrrad die Stadt zu erkunden, mietet auf Bajabikes.eu.

Es ist gerade beim Thema Mobilität ganz einfach als Einzelperson einen Beitrag zu leisten. Mit jeder Autofahrt, die eingespart werden kann, mit jedem Kilometer, der mit dem Zug zurückgelegt wird oder mit dem Fahrrad oder zu Fuß, verringern wir die Umweltbelastung. Und wie so oft, die Summe aus kleinen Schritten macht es aus. Und gemeinsam können wir vieles bewirken.

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

Österreich
Social Sharing

Pin It on Pinterest

.NUGNET RedaktionMobilität und Nachhaltigkeit