Nachhaltigkeit ist der neue Lifestyle. Viele haben sich dazu entschlossen, mehr auf sich, die Mitmenschen und die Umwelt zu achten. Es ist ein neuer Zeitgeist entstanden, der schöner nicht sein kann. Wann in der Geschichte gab es so viele Möglichkeiten Gutes für sich selbst und gleichzeitig für andere und die Welt zu tun? Diese Zeit ist einfach fantastisch!

Gönn Dir ein wenig Achtsamkeit
„Weil ich es mir wert bin“ – ein Werbeslogan, der uns seit über 40 Jahren begleitet und heute richtiger und wichtiger denn je erscheint. Achtsam sein mit sich selbst, mit den Mitmenschen und auch mit der Natur. Warum? Eben weil wir es uns wert sind. Weil wir uns selbst lieben und wir uns eine schöne Zukunft ermöglichen wollen. Deshalb gönnen sich viele Menschen die Zeit, um über das Leben und das eigene Tun nachzudenken und zu reflektieren sowie die eigenen Bedürfnisse wahr zu nehmen. Dieses nach Innen öffnen bewirkt auch gleichzeitig ein sich mit der Welt verbinden und achtsam gegenüber dem Umfeld zu sein. Und genau das braucht unsere Welt. Mitfühlende, empathische Menschen, die auch mal Innehalten und bereit sind für sich selbst und andere etwas Gutes zu tun. Und dazu gibt es unzähliche Möglichkeiten. Ein paar haben wir hier zusammengefasst:

Mach mit bei der Zero Waste Bewegung
Bei Zero Waste geht es darum, Müll so gut wie möglich zu vermeiden und/oder auf 0 (Zero) zu reduzieren. Es gilt Kaufentscheidungen bewusst zu hinterfragen, gebrauchtes wiederverwertetes Plastik zu verwenden oder Plastik so gut wie möglich durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Es gibt bereits vielfältige gute Alternativen und viele Herstellerfirmen sind sogar besonders kreativ, wenn es um umweltfreundliche und nachhaltige Verpackungen geht. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist die Marke LUSH, die mit ihrem Credo „Die Zukunft ist nackt, nicht verpackt“ geradezu eine Art Revolution in Gang setzt. (Siehe unser Artikel zum Thema Beauty und Nachhaltigkeit). Auch beim Kauf von Gemüse und Obst kann man unverpackt kaufen. Zum Beispiel mit dem BioKistl vom Biohhof Adamah. Regionales Bio-Obst und Gemüse ohne jegliche Verpackung wird direkt vor die Haustür geliefert. Aber auch Wasch- und Spülmittel kann man z.B. bei dm-Drogeriemärkten direkt abfüllen. Und wer generell ausschließlich unverpackte Artikel verwenden möchte, der kauft direkt bei einem Zero-Waste-Shop ein.

Starte heute noch mit Slow und Fair Fashion
Im Durschnitt kaufen Menschen in Österreich 60 Kleidungsstücke im Jahr, das ist ein Kleidungstück pro Woche! Doch zum Glück geht der Trend immer weiter weg von Fast Fashion zu Slow Fashion und vor allem zu Fair Fashion. 
Mit gutem Gewissen Kleidung shoppen kann man z.B. in den österreichischen Second Hand Online Shops von Fashion 2.0 Second Hand oder Babäm!. Mit einem Klick vermeidet man Müll, Pestizide und Giftstoffe, schont Ressourcen und setzt gleichzeitig ein Zeichen. Obendrein werden die Erlöse auch noch gespendet! Wer neu, aber dennoch fair und nachhaltige Mode kaufen möchte, findet eine Vielzahl an Labels und Shops, die sich auf Fair Fashion spezialisiert haben. 

Mach Schluss mit der Verschwendung
Essen wird weltweit verschwendet. Zahlreiche Lebensmittel landen im Müll. Das muss nicht sein. Auf der Seite „Zu gut für die Tonne“ findet man viele Tipps, wie man Lebensmittelverschwendung vermeidet und generell die Wertschätzung gegenüber Lebensmittel erhöht. Es gibt auch einige tolle Apps, wie z.B. Too Good To Go, bei der Essen, das in gastronomischen Betrieben nicht verkauft wurde, zu einem reduzierten Preis angeboten wird. Genial ist auch die Plattform Mundraub, wo man 58.669 öffentliche Fundorte markiert hat, bei denen man Obst pflücken kann. Und es werden täglich mehr, weil die Community wächst!

Nachhaltig reisen nach Balkonien
„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ In Zeiten von Corona erfahren Balkon und Garten einen Aufschwung. Immer mehr Menschen schätzen wieder ihren eigenen Garten und Balkon. Wer obendrein nicht nur einen schönen, sondern auch einen nachhaltigen Garten oder Balkon haben möchte, verwandelt mit einigen Tipps und Tricks die eigene Grünfläche zu einem ökologischen Paradies. Einen Anfänger Guide für nachhaltiges Gärtnern auf dem Balkon findet man auf nachhaltig-sein.info. Auch auf wir-leben-nachhaltig.at bekommt man Lust aufs Gartln. Wer eine fixfertige Lösung für ein Hochbeet sucht, bestellt einfach auf anbeeten.com.

Opa hätte es sicher repariert
Unsere Großeltern kennen es nicht anders. Was kaputt ist, wird repariert. 50 Jahre später leben wir in einer Wegwerfgesellschaft, wo technische Geräte mit einer Lebensdauer von 18 Monaten produziert werden.  Reparieren ist da nicht vorgesehen. Die Website iFixit startet eine Gegenoffensive. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensdauer von elektronischen Geräten zu verlängern und zeigt, wie man technische Geräte reparieren kann. Auf iFixit kann jeder eine Reparaturanleitung für ein elektronisches Gerät erstellen und alle können bereits existierende Anleitungen bearbeiten und verbessern. Dadurch soll Menschen geholfen werden, durch das technische Wissen von anderen Personen, elektronische Geräte bei einem Defekt nicht sofort durch Neue ersetzen zu müssen. Eine andere Möglichkeit, um einen Neukauf zu vermeiden, bietet das österreichische Start-up refurbed. Sie verkaufen gebrauchte technische Produkte, die sie vollständig erneuern und werben mit dem Slogan „Wie neu, nur besser.“ Besser deshalb, weil bis zu 40% billiger, nicht neu und damit besser für die Umwelt. 

Bilder sagen mehr als 1000 Worte
Kunst leistet einen großen Beitrag zur Meinungsbildung rund um das Thema Nachhaltigkeit. In einem Interview sagt Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung „…was Künstler besser können als andere, nämlich Zusammenhänge sichtbar machen und einen emotionalen Zugang schaffen. Das sind Experten, die wir brauchen.“ Das vollständige Interview gibt es bei ÖkoRausch, einer Think Tank Initiative, die Kreative dabei unterstützt Impulse für nachhaltige Werte in Kunst und Kultur zu geben. 

In der Ausstellung „Kunst der Nachhaltigkeit“ präsentiert die Galerie für nachhaltige Kunst in Berlin, 41 Künstlerinnen und Künstler, die sich kritisch und visionär mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen.

Alles in allem gibt es so viele schöne und kreative Ansätze und Möglichkeiten, wie wir mit einem nachhaltigen Lifestyle uns selbst glücklich machen und gleichzeitig die Welt schützen können.

FotoCredits Foto: © pixabay.com

  Redaktion NUGNET.net

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